| Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) | |
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| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Tätigkeitsbereich | Wirtschaftsforschung und Politikberatung |
| Gründungsdatum | |
| Hauptsitz | 45128 Essen, Hohenzollernstraße 1 - 3 |
| Lobbybüro | |
| Lobbybüro EU | |
| Webadresse | rwi-essen.de |
Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) ist ein Forschungsinstitut, das Wirtschaftsforschung und Politikberatung betreibt.
Der Präsident (Christoph M. Schmidt) und der Vizepräsident (Thomas K. Bauer) sind/waren Mitglied des Aktionsrat Marktwirtschaft der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Beide sind Research-Fellows des Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA), zu deren Policy-Fellows auch Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gehört.
Das RWI wird wiederholt von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zur Erstellung von Studien beauftragt.
Kurzdarstellung und Geschichte
Als Leitmotiv hat sich das RWI die Analyse der „individuellen Prosperität und wirtschaftspolitischen Handlungsmöglichkeiten im demographischen und gesellschaftlichen Wandel“ gewählt.[1] Schwerpunkte der Forschung sind der Arbeitsmarkt, die Bildungsforschung, die Migration sowie die Energie- und Umweltökonomie.
Mitglieder des Vereins sind Vertreter von Unternehmen und Verbänden aus Nordrhein-Westfalen, die auch die Mehrheit im Verwaltungsrat stellen. An deren Interessen richten sich die Stellungnahmen des RWI bei Konfliktthemen in der Regel aus. So werden in der Arbeitsmarktpolitik die Positionen der Arbeitgeber vertreten (Lohnzurückhaltung, keine Mindestlöhne, Abbau des Kündigungsschutzes, Erhöhung des Rentenalters auf 70 Jahre).[2][3]
In der Energiewende wird die sog. Quotenlösung propagiert, deren Praktizierung den wichtigen Förderer RWE als großen Stromanbieter begünstigen und die Anbieter von Ökostrom benachteiligen würde. Der Vorschlag wurde in einer Studie für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erarbeitet. (siehe Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) gegen die Förderung des Ökostroms)
Struktur und Personal
Vorstand
Mitglieder des Vorstand sind:
- Christoph M. Schmidt, Präsident
- Vorsitzender des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR)
- Mitglied des Beirats des Institute for Health Care Business (HCB)
- bis 2012 Mitglied des Aktionsrat Marktwirtschaft der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)[4]
- Research Fellow des Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA)
- ehem. Programmdirektor am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA)
- Thomas K. Bauer, Vizepräsident
- Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Wirtschaftsforschung an der Uni Bochum
- Mitglied des Aktionsrat Marktwirtschaft der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)[5]
- Research Fellow des Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA)
- ehem. Programmdirektor am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA)
- Wim Kösters, Mitglied des Vorstands, emeritierter Professor für Theoretische Volkswirtschaftslehre
(Stand: Mai 2013) Quelle: [6]
Verwaltungsrat
Mitglieder des Verwaltungsrat sind:
- Eberhard Heinke (Vorsitzender)
- ehem. Präsident der Landeszentralbank NRW und ehem. Vorstandsvorsitzender der WZG Bank
- Mitglied des Aufsichtsrats/Beirats diverser Unternehmen, u.a. von Thyssen Krupp Steel Europe AG und Signal Unfallversicherung a.G.
- Henning Osthues-Albrecht (Stellv. Vorsitzender), Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Essen i.R.
- Manfred Breuer (Stellv. Vorsitzender)
- Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank AG, Filiale Düsseldorf
- Vorsitzender der Bankenvereinigung NRW
- Reinhold Schulte (Stellv. Vorsitzender)
- Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna Gruppe
- Vorsitzender des Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV)
- Hans Georg Fabritius
- ehem. Vorstand der Deutsche Bundesbank
- Beiratsmitglied von unicorn
- Justus Haucap (siehe Forschungsbeirat)
- Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl
- Thomas Köster, Leiter des Kompetenzzentrums Soziale Marktwirtschaft der Handelskammer Düsseldorf
- Thomas A. Lange, Vorsitzender des Vorstands der National-Bank, Essen
- Martin Lehmann-Stanislowski, Vertreter des Fachressorts der Bundesregierung
- Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB Bezirks NRW
- Hermann Rappen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des RWI
- Reinhard Schulz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dortmund
- Michael H. Wappelhorst, Vertreter des Fachressorts des Landes NRW
(Stand: Mai 2013) Quelle: [7]
Forschungsbeirat
Die Mitglieder des Forschungsbeirat werden von der Mitgliederversammlung berufen.
Zu ihnen gehören u.a.
- Justus Haucap (Vorsitzender)
- Direktor des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE)
- Mitglied/Beiratsmitglied/Kuratoriums-/Direktoriumsmitglied
- Monopolkommission
- Forschungsinstitut für Wirtschaftsverfassung und Wettbewerb (FIW)
- Institut für Berg- und Energierecht der Ruhr-Universität Bochum
- Institut für Energiewirtschaftsrecht der Universität Jena
- Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK)
- "Kronberger Kreis" der Stiftung Marktwirtschaft
- ECONWATCH
- Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen
- Autor des ÖkonomenBlog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
- Vertrauensdozent der Friedrich-Naumann-Stiftung
- Lars P. Feld
- Leiter des Walter Eucken Institut
- Mitglied/Beiratsmitglied/Kuratoriumsmitglied/Sprecher
- Claudia M. Buch
- Direktorin des Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) an der Uni Tübingen
- Mitglied des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
- Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
- u.a.
(Stand: Mai 2013) Quelle: [7]
Gesellschaft der Freunde und Förderer des RWI
Aufgabe der Gesellschaft der Freunde und Förderer des RWI ist es, das RWI finanziell zu unterstützen. Darüber hinaus lädt die Fördergesellschaft regelmäßig zu ihren "Wirtschaftsgesprächen", bei denen aktuelle Forschungsthemen aus dem dem RWI vorgestellt werden.
- Präsident: Manfred Breuer (siehe Verwaltungsrat)
- Geschäftsführender Vorstand: Michael T. Krüger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Commerzbank Essen, und Mitglied des Wirtschaftsrat der CDU[8]
- bis Juni 2012 war Rolf Pohlig, Finanzvorstand der RWE AG, Präsident[9]
Finanzen
Das RWi wird jeweils zu etwa einem Drittel durch den Bund, das Land NRW und Drittmittel finanziert.[10]
Institute for Health Care Business GmbH (HCB)
Die Institute for Health Care Business GmbH (HCB) wurde 2006 als Tochterunternehmen des RWI, der ADMED GmbH Unternehmensberatung Health Care und HPS Research gegründet. Gesellschafter sind neben dem RWI Essen und der ADMED GmbH die folgenden Personen: Boris Augurzky (Leiter des Bereichs Gesundheit beim RWI, Geschäftsführer des HCB), Sebastian Krolop (ehemaliger Geschäftsführer ADMED GmbH) und Hartmut Schmidt (Geschäftsführer von HPS Research und HCB). Die HCB berät stationäre Einrichtungen, deren Geschäftspartner, Träger von Einrichtungen und Investoren, die sich im deutschen Gesundheitsmarkt engagieren wollen.
Geschäftsführer sind
- Boris Augurzky (Gesellschafter und Leiter des Bereichs Gesundheit beim RWI)
- Hartmut Schmidt (Geschäftsführer HPS Research)
Laut Jahresabschluss 2011 beschäftigte das Unternehmen am 3. Mai 2012 außer den Geschäftsführern einen Mitarbeiter.
Lobbyarbeit: Struktur und Strategien
Studien des RWI
(teils gemeinsam mit anderen Instituten)
| Jahr | Studien | Im Auftrag von | Inhalte | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| 2013 | »Demografie und Rente - Effekte einer höheren Erwerbstätigkeit Älterer auf die Beitragssätze zur Rentenversicherung« | Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) | Forderung nach Renteneintrittsalter mit 69 Jahren und weiterer kontinuierlicher Anstieg mit steigender Lebenserwartung, | [11], [12] |
| 2013 | »Mehr Gerechtigkeit. Was steht zur Wahl?« | Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) | ||
| 2012 | »Demografie und Wachstum« | Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) | [13] | |
| 2012 | »Marktwirtschaftliche Energiewende: Ein Wettbewerbsrahmen für die Stromversorgung mit alternativen Technologien« | Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) | [13] | |
| 2012 | »Dashboard - Ein Indikatorensystem zur erweiterten Wohlstandsmessung in der OECD (03/2012 - 9/2012)« | Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) | [14], [15] |
Fallbeispiele und Kritik
Weiterführende Informationen
- …
Einzelnachweise
- ↑ Über das RWI, Website RWI, abgerufen am 24. April 2013
- ↑ Wirtschaftskrise Haltet den Arbeitsmarkt flexibel, Spiegel online vom 5. 8. 2009 mit einer Kommentierung von Albrecht Müller in den NachDenkseiten
- ↑ Experten für Fortsetzung von Schröders Agenda-Politik, Welt online vom 10. März 2013, Website Welt, abgerufen am 25. April 2013
- ↑ Aktionsrat Marktwirtschaft, Website www.pw.bwl.uni-muenchen.de, abgerufen am 13. April 2013
- ↑ Aktionsrat Marktwirtschaft, Website www.pw.bwl.uni-muenchen.de, abgerufen am 13. April 2013
- ↑ Webseite RWI - Vorstand abgerufen am 02.05.2013
- ↑ 7,0 7,1 Webseite RWI - Gremien des RWI abgerufem am 02.05.2013
- ↑ Michael T. Krüger, Website xing, abgerufen am 27.04.2013
- ↑ RWI-Pressemitteilung vom 12. Juni 2012
- ↑ Christoph M. Schmidt, RWI Handelsblatt online vom 18. april 2009, Website handelsblatt, abgerufen am 26. April 2013
- ↑ Von der Werkbank in die Gruft junge welt vom 19.06.2013, abgerufen am 23.06.2013
- ↑ [http://www.presseportal.de/pm/39474/2495471/studie-demografie-und-rente-arbeitsmarkt-fuer-aeltere-entscheidet-ueber-zukunft-der-gesetzlichen Studie "Demografie und Rente" Arbeitsmarkt für Ältere entscheidet über Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung] Pressemitteilung der INSM vom 18.06.2013, abgerufen am 23.06.2013
- ↑ 13,0 13,1 Suchergebnisse RWI, Website der INSM, abgerufen am 14. Mai 2013
- ↑ Projekte RWI, Website RWI, abgerufen am 14. April 2013
- ↑ INSM Wohlstand in Zahlen - Eine Bilanz