European Centre for International Political Economy: Unterschied zwischen den Versionen

(2023/24 Gemeinsame Lobbyaktivitäten mit der Confederation of Swedish Enterprise/Initiative Europe Unlocked)
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(Co-Veranstalter des Europe Liberty Forum 2025)
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European Centre for International Political Economy (ECIPE)
Rechtsform Frivillig organisation
Tätigkeitsbereich Europäischer Think Tank
Gründungsdatum 2006
Hauptsitz Stockholm, Sweden
Lobbybüro
Lobbybüro EU Rue Belliard 4-6, Brüssel
Webadresse ecipe.org

Das European Centre for International Political Economy (ECIPE) ist ein wirtschaftsnaher Think Tank, der nach eigenen Angaben die internationale Wirtschaftspolitik – insbesondere in Europa – einer eingehenden Kosten-Nutzen-Analyse unterzieht und die Ergebnisse der europäischen Öffentlichkeit präsentiert.[1] Adressaten sind insbesondere die EU-Institutionen. EPICE beschäftigt sich mit folgenden Themen: Bilaterale und multilaterale Handelsabkommen der EU sowie Handelsbeziehungen zwischen den Mitgliedstaaten. Digitaler Handel, Datenströme und Lokalisierung, Datenschutz und Cybersicherheit, Besteuerung der Digitalwirtschaft, Blockchain, Zukunft der Arbeit und KI.[2]

EPICE wird von der Confederation of Swedish Enterprise und der von ihr gegründeten Swedish Free Enterprise Foundation finanziert. Letztere ist auch Finanzier der folgenden Organisationen: Denkfabrik Timbro, Stockholm Free World Forum und Denkfabrik EPICENTER, dem auch die deutsche Denkfabrik Prometheus angehört.

Die Confederation of Swedish Enterprise ist Initiator und einziger Finanzier der im November 2023 gegründeten Initiative Europe Unlocked, die Kampagnen für eine stärkere Fokussierung der neuen EU-Präsidentschaft auf die Wettbewerbsfähigkeit organisiert.[3] An den Kampagnen beteiligen sich auch deutsche Lobbyorganisationen.[4][5]

Lobbystrategien und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ECIPE veröffentlicht regelmäßig forschungsorientierte Studien und Publikationen, in denen es die Vorteile internationaler Freihandelsabkommen betont. Somit Damit versucht ECIPE gezielt Einfluss auf die politische und öffentliche Debatte zu nehmen und diese zur Befürwortung einer umfassenden Marktliberalisierung zu bewegen.

Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 12,5 Lobbyist:innen (Vollzeitäquivalent) zu beschäftigen.[6] Das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro. Die Treffen mit Mitgliedern der EU-Kommission sind im EU-Transparenzregister abrufbar.

Co-Veranstalter des Europe Liberty Forum 2025: Atlas, EPICENTER und ECIPE[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22./23. Mai 2025 veranstalteten das Atlas Network, EPICENTER und EPICE das Europe Liberty Forum 2025. Moderatoren waren Tom Palmer (Atlas), Adam Bartha (EPICENTER) und Frederik Erixon (ECIPE). Gemeinsame Aktivitäten von EPICE und dem Atlas Network gab es schon 2018: Sie veranstalteten ein „Think Tank Essential Training“ für 23 Organisationen.[7]

Forschungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt die folgenden Programme:

Aktivitäten in BrüsselFallbeispiele und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 12,5 Lobbyist:innen (Vollzeitäquivalent) zu beschäftigen.[6] Das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro. Die Treffen mit Mitgliedern der EU-Kommission sind im EU-Transparenzregister abrufbar.

Fallbeispiele und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2026: Projekt "Recht auf KI"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2026 erhielt EPICE Fördermittel von OPEN AI., um zu untersuchen, wie ein breiterer Zugang zu KI und das Eigentum an produktiven Vermögenswerten Menschen helfen könnten, auch bei zunehmender technologischer Leistungsfähigkeit am Wirtschaftsleben teilzuhaben. [8] Das Projekt wird einen praxistauglichen Rahmen für ein „Recht auf KI“ entwickeln und verschiedene Modelle vergleichen, darunter Belegschaftseigentum, Bürgerinvestitionen, pensionsbasiertes Eigentum, gesellschaftliche Vermögensfonds und die Beteiligung an geistigem Eigentum. Es wird einen Abschlussbericht, kürzere Analysen und ein öffentliches Webinar erstellen.

2025: Befürworter des „28th Regime“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Corporate Europe Observatory ist EPICE ein lautstarker Befürworter des 28th Regime, einem Plan der EU, der es Unternehmen ermöglichen könnte, strenge EU-Regeln im Steuer- und Arbeitsrecht zu umgehen.[9][10] Eine Folge könnte das Sozialdumping sein.

2023/24 Gemeinsame Lobbyaktivitäten mit der Confederation of Swedish Enterprise/Initiative Europe Unlocked[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. März 2023 waren die Confederation of Swedish Enterprise und die Schwedische Ratspräsidentschaft Gastgeberinnen eines Seminars in der Ständigen Vertretung Schwedens bei der EU.[711] Thema war die langfristige Wettbewerbsfähigkeit mit dem Fokus auf "a compass for competitiveness”. Zu den Teilnehmer:innen gehörten Christian Danielsson, Staatssekretär beim schwedischen Minister für EU-Angelegenheiten, Elisa Roller, Direktorin beim Generalsekretariat der EU-Kommission, Eva-Maria Poptcheva (MEP/Renew Europe ) und Rasmus Ablidgaard Kristensen, Lobbyist beim dänischen Unternehmen Danfoss. Auf dem Seminar präsentierte Frederik Erixon von ECIPE die wesentlichen Erkenntnisse des Berichts “A competitiveness for the EU”, den EPICE im Auftrag der Confederation of Swedish Enterprise erstellt hat, und dessen Empfehlungen als Diskussionsgrundlage dienten.

Am 14. Mai 2024 organisierte ECIPE gemeinsam mit der von der Confederation of Swedish Enterprise gegründeten Initiative Europe Unlocked, die sich für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit einsetzt, eine Konferenz mit dem Thema „Trading Up: How EU Trade Policy Can Lead to Better Market Access and More Resilient Sourcing.” Den Hauptvortrag hielt Sabine Weyand, Generaldirektorin bei der Generaldirektion Handel der EU-Kommission. Erik van der Marel, Chefökonom von EPICE, moderierte eine Podiumsdiskussion mit Pascal Kerneis, Geschäftsführer des European Services Forum (ESF), Grainne O’Carroll, Trade Counsellor bei der Ständigen Vertretung Irlands bei der EU und Frederik Erixon von ECIPE.

Die EU-Kommisssion gab später bekannt: „To ensure that European businesses can thrive in the global marketplace and to deliver sustainable prosperity for all people in the EU, the Commission is placing competitiveness at the heart of its economic agenda.“[812] An anderer Stelle wird zur Agenda der Wettbewerbsfähigkeit erläutert: „Signed by the European Parliament, the Council of the EU and the European Commission, the roadmap sets out concrete actions and targets for agreements, at the latest by end 2027, that will boost Europe’s economic growth.“ [913]

2016: Angriffe gegen die Kritik an der Anti-TTIP/CETA-Bewegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer im September 2016 veröffentlichten Studie „Pferd(e) und Reiter in den Protest-Kampagnen um TTIP in Deutschland und Europa“, äußert Autor Matthias Bauer, Senior Economist bei ECIPE, scharfe Kritik gegenüber der deutschen Medienberichterstattung hinsichtlich der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Anhand datenbasierter Rechercheergebnisse könne nachgewiesen werden, dass die Deutungshoheit über CETA und TTIP in der deutschen Politik zu Gunsten der Abkommensgegner ungleich verteilt sei. Matthias Bauer spricht weiter von einer „professionell orchestrierten Desinformationskampagne, die bereits vor der Eröffnung der TTIP-Verhandlungen von langjährig supervernetzten Politikern und erfahrenen Kampagnenmanagern verschiedener zivilgesellschaftlicher, umweltpolitischer und kirchlicher Organisationen professionell in Gang gesetzt wurde.“

In polemischer Weise wird den politischen Parteien DIE LINKE, Grünen sowie der SPD unterstellt, insbesondere im Hinblick auf den Bundestagswahlkampf 2017 TTIP-Gegener zu mobilisieren und gemeinsam mit ihren Stiftungen in den vergangenen 3 Jahren „mehrere Millionen Euro in offensiv beworbene Protestkampagnen“ investiert zu haben. Dabei handele es sich um Aktionen, die sich „gegen moderne, diskriminierungsfreie und vor allem politisch bestimmte Globalisierungsregeln richteten."

Im selben Atemzug vergleicht Bauer die Anti-TTIP-Bewegung mit der rechtsgerichteten Pegida-Bewegung. Genau wie diese bedienten sich die Abkommensgegner einer selektiven und simplizifierenden Sprache. Diese diene dazu, „empirisch erwiesene Fakten mittels Spekulationen und gezielt verbreiteten Mythen“ zu verschleiern. In diesem Zusammenhang rät ECIPE, den Stimmen der Abkommenskritiker kein allzu großes Gehör zu schenken.[1014]

Organisationsstruktur und Personal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frederik Erixon, Direktor:

  • 2010 von der Financial Times als einer der 30 einflussreichsten Personen in Brüssel ausgezeichnet
  • ehem. Berater der britischen Regierung und Chedökonom bei der schwedischen wirtschaftsliberalen Denkfabrik Timbro, die Mitglied von EPICENTER ist[1115]
  • Berater verschiedener Regierungen in und außerhalb von Europa
  • arbeitete als Ökonom für die Weltbank und JP Morgan

Razeen Sally, ehem. Direktor:

Lenkungsausschuss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorsitzender des „Steering Committee“ ist Patrick Messerlin, em. Professor für Volkswirtschaft am Sciences Po in Paris und Politikberater

Kuratorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder des Kuratoriums sind hier abrufbar. Vorsitzende ist Maria Rankka, Vizepräsidentin von Business Development Takura/Stockholm, Mitglied der Trilateralen Kommission, ehem. CEO der Stockholmer Handelskammer, ehem. Geschäftsführerin der liberalen schwedischen Denkfabrik Timbro, die Mitglied von EPICENTER ist.

Beirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder des Advisory Board sind hier abrufbar. Zu ihnen gehören:

  • Claude Barfield, Direktorin beim American Enterprise Institute
  • Christopher Roberts, Covington & Burlin/European Service Forum
  • Brink Lindsey, Vizepräsidentin des Cato Institute
  • Rolf J. Langhammer, ehem. Vizepräsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben; das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro.[1216] Großspender sind: The Free Enterprise Foundation 250 Tsd. Euro, Confederation of Swedish Enterprise 120 Tsd. Euro. Die Swedish Free Enterprise Foundation ist 2003 von der Confederation of Swedish Enterprise (Dachverband von schwedischen Arbeitgeber- und Industrieverbänden) und dem "Näringslivets fond" (der Vorgängerorganisation der Swedish Free Enterprise Foundation) gegründet worden.[1317][1418]

2026 erhielt EPICE Fördermittel von OPEN AI für das Projekt "Recht auf KI".[19]

Kurzdarstellung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ECIPE wurde im Jahr 2006 von Razeen Sally und dem schwedischen Ökonom Frederik Erixon gegründet.

Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus[Quelltext bearbeiten]

https://www.lobbycontrol.de/newsletter-lobbypedia/ https://bsky.app/profile/lobbycontrol.bsky.social https://www.facebook.com/lobbycontrol https://www.instagram.com/lobbycontrolVernetzen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ECIPE, lobbyfacts.eu, abgerufen am 25.08.2025
  2. ECIPE, lobbyfacts.eu, abgerufen am 25.08.2025
  3. Confederation of Swedish Enerprise, transpareny-register.europa, abgerufen am 23.08.2026
  4. Turning the Key: Unlocking European Competitiveness, svensktnaringsliv.se vom 31.10.2024, abgerufen am 23.08.2026
  5. Act now: Europe needs a competitiveness agenda, arbeitgeber.de vom 18.09.2025, abgerufen am 23.08.2026
  6. EPICE, lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026
  7. THINK TANK ESSENTIALS TRAINING BUILDS A SENSE OF COMMUNITY AMONG EUROPEAN PARTNER ORGANIZATIONS, atlasnetwork.org vom 27.09.2018, abgerufen am 16.08.2026
  8. Neue politische Ideen für das Zeitalter der Intelligenz, op enai.com vom 17.08.2026, abgerufen am 26.08.2026
  9. A social dumping disaster? EU’s ‘ 28th Regime’ plans could help corporations bypass member state rules, corporateeurope.org vom 05.09.2025, abgerufen am 25.08.2026
  10. Reinventing Europe’s Single Marktet: A Way Forward to Align Ideals and Action, epice.org vom Juni 2024, abgerufen am 26.08.2026
  11. High level seminar on competitiveness - together with the Swedish Presidency of the EU, svensktnaringliv.se, abgerufen am 24.08.2026
  12. Competitiveness, commissopn.europa.eu, abgerufen am 23.08.2026
  13. One Europe, One Market Roadmap of the European Parliament, the Council of the EU and the European Commission, commission.europa.eu vom 24.04.2026, abgerufen am 23.08.2026
  14. Esharp: External Action Time to challenge (German-based) anti-TTIP propaganda organisations, Matthias Bauer, September 2016, abgerufen am 12.10.2016
  15. Frederrik Erixon, martenscentre.eu, abgerufen am 23.08.2026
  16. [https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE|, lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026
  17. Stiftelsen Fritt Näringsliv, frittnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016
  18. Therefore, the Confederation of Swedish Enterprise, svensktnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016
  19. Neue politische Ideen für das Zeitalter der Intelligenz, op enai.com vom 17.08.2026, abgerufen am 26.08.2026
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        | Name              = European Centre for International Political Economy (ECIPE)
        
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        | Gründungsdatum    = 2006
        
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        | Lobbybüro EU      = Rue Belliard 4-6, Brüssel
        
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        Das '''European Centre for International Political Economy (ECIPE)''' ist ein wirtschaftsnaher  Think Tank, der nach eigenen Angaben die internationale Wirtschaftspolitik – insbesondere in Europa – einer eingehenden Kosten-Nutzen-Analyse unterzieht und die Ergebnisse der europäischen Öffentlichkeit präsentiert.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 ECIPE], lobbyfacts.eu, abgerufen am 25.08.2025</ref> Adressaten sind insbesondere die EU-Institutionen. EPICE beschäftigt sich mit folgenden Themen: Bilaterale und multilaterale Handelsabkommen der EU sowie Handelsbeziehungen zwischen den Mitgliedstaaten. Digitaler Handel, Datenströme und Lokalisierung, Datenschutz und Cybersicherheit, Besteuerung der Digitalwirtschaft, Blockchain, Zukunft der Arbeit und KI.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 ECIPE], lobbyfacts.eu, abgerufen am 25.08.2025</ref>
        

        EPICE wird von der Confederation of Swedish Enterprise und der von ihr gegründeten  [https://frittnaringsliv.se/the-swedish-free-enterprise-foundation/ Swedish Free Enterprise Foundation] finanziert. Letztere ist auch Finanzier der folgenden Organisationen: Denkfabrik [https://timbro.se/in-english/ Timbro], [https://frivarld.se/about-us/mission/ Stockholm Free World Forum] und Denkfabrik [[EPICENTER]], dem auch die deutsche Denkfabrik [[Prometheus]] angehört.
        

        Die Confederation of Swedish Enterprise ist Initiator und einziger Finanzier der im November 2023 gegründeten [https://pr.euractiv.com/?q=pr/new-business-initiative-forms-push-open-and-competitive-markets-eu-256691 Initiative Europe Unlocked], die Kampagnen für eine stärkere  Fokussierung der neuen EU-Präsidentschaft auf die Wettbewerbsfähigkeit organisiert.<ref>[https://transparency-register.europa.eu/search-register-or-update/organisation-detail_de?id=39912257528-48 Confederation of Swedish Enerprise], transpareny-register.europa, abgerufen am 23.08.2026</ref> An den Kampagnen beteiligen sich auch deutsche Lobbyorganisationen.<ref>[https://www.svensktnaringsliv.se/bilder_och_dokument/fox3fx_europe-unlocked-call-to-actionpdf_1223327.html/Europe-Unlocked-Call-To-Action.pdf Turning the Key: Unlocking European Competitiveness], svensktnaringsliv.se vom 31.10.2024, abgerufen am 23.08.2026</ref><ref>[https://arbeitgeber.de/en/act-now-europe-needs-a-competitiveness-agenda/ Act now: Europe needs a competitiveness agenda], arbeitgeber.de vom 18.09.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref>
        

        == Lobbystrategien und Ziele ==
        
        ECIPE veröffentlicht regelmäßig forschungsorientierte Studien und Publikationen, in denen es die Vorteile internationaler Freihandelsabkommen betont. SomitDamit versucht ECIPE gezielt Einfluss auf die politische und öffentliche Debatte zu nehmen und diese zur Befürwortung einer umfassenden Marktliberalisierung zu bewegen.
        
===Forschungsbereiche===Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 12,5  Lobbyist:innen (Vollzeitäquivalent) zu beschäftigen.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE], lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref> Das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro. Die Treffen mit Mitgliedern der EU-Kommission sind im EU-Transparenzregister abrufbar.
            

            ==Co-Veranstalter des Europe Liberty Forum 2025: Atlas, EPICENTER und ECIPE==
            
            Am 22./23. Mai 2025 veranstalteten das [[Atlas Network]], [[EPICENTER ]] und EPICE das [https://www.atlasnetwork.org/articles/europe-liberty-forum-2025-brings-freedom-champions-to-brussels Europe Liberty Forum 2025]. Moderatoren waren Tom Palmer (Atlas), Adam Bartha (EPICENTER) und Frederik Erixon (ECIPE). Gemeinsame Aktivitäten von EPICE und dem Atlas Network gab es schon 2018: Sie veranstalteten ein „Think Tank Essential Training“ für 23 Organisationen.<ref>[https://www.atlasnetwork.org/articles/think-tank-essentials-training-builds-a-sense-of-community-among-european-partner-organizations THINK TANK ESSENTIALS TRAINING BUILDS A SENSE OF COMMUNITY AMONG EUROPEAN PARTNER ORGANIZATIONS], atlasnetwork.org vom 27.09.2018, abgerufen am 16.08.2026</ref>
            

            ==Forschungsbereiche==
        
        *[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=eu-single-market-institutions-and-governance EU Single Market, Institutions, and Governance]
        
        *[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=data-ai-and-emerging-technologies Data, AI and Emerging Technologies]
        
        *[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=industrial-and-competitiveness-policy Industrial and Competitiveness Policy]
        
        *[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=trade-globalisation-and-security Trade, Globalization and Security]
        
        *[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=innovation-ip-and-human-capital Innovation, IP and Human Capital]
        

        === Programme===
        
        Es gibt die folgenden Programme:
        
        *[https://ecipe.org/new-globalisation/ New Globalisation]
        
        *[https://ecipe.org/bridging-frontlines/ Bridging Frontlines]
        
        *[https://ecipe.org/uk-trade-policy-project/ UK Trade Policy Project]
        
        *[https://ecipe.org/dte/ Digital Trade Estimates Project]
        
        *[https://ecipe.org/eu-mercosur-project/ EU-Mercosur Project]
        
        *[https://ecipe.org/trade-and-ip-project/ Trade and IP Project] Unterstützer: [[Businesseurope]], CropLife, cecimo, efpia, [[European Services Forum]], EuropaBio, FESI
        
        *[https://ecipe.org/five-freedoms/ Five Freedoms Project]
        
        *[https://ecipe.org/korea-project/ Korea Project]
        

        ==Aktivitäten in Brüssel==
            
            Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 12,5  Lobbyist:innen (Vollzeitäquivalent) zu beschäftigen.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE], lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref> Das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro. Die Treffen mit Mitgliedern der EU-Kommission sind im EU-Transparenzregister abrufbar.
            

            == Fallbeispiele und Kritik ==
             Fallbeispiele und Kritik==
            
            ===2026: Projekt "Recht auf KI"===
            
            2026 erhielt EPICE Fördermittel von OPEN AI., um zu untersuchen, wie ein breiterer Zugang zu KI und das Eigentum an produktiven Vermögenswerten Menschen helfen könnten, auch bei zunehmender technologischer Leistungsfähigkeit am Wirtschaftsleben teilzuhaben. <ref>[https://openai.com/de-DE/index/new-policy-ideas-for-the-intelligence-age/ Neue politische Ideen für das Zeitalter der Intelligenz], op enai.com vom 17.08.2026, abgerufen am 26.08.2026</ref> Das Projekt wird einen praxistauglichen Rahmen für ein „Recht auf KI“ entwickeln und verschiedene Modelle vergleichen, darunter Belegschaftseigentum, Bürgerinvestitionen, pensionsbasiertes Eigentum, gesellschaftliche Vermögensfonds und die Beteiligung an geistigem Eigentum. Es wird einen Abschlussbericht, kürzere Analysen und ein öffentliches Webinar erstellen.
            

            ===2025: Befürworter des „28th Regime“===
            
            Laut Corporate Europe Observatory ist EPICE ein lautstarker Befürworter des [[28th Regime]], einem Plan der EU, der es Unternehmen ermöglichen könnte, strenge EU-Regeln im Steuer- und Arbeitsrecht zu umgehen.<ref>[https://corporateeurope.org/en/2025/09/social-dumping-disaster-eus-28th-regime A social dumping disaster? EU’s ‘ 28th Regime’ plans could help corporations bypass member state rules], corporateeurope.org vom 05.09.2025, abgerufen am 25.08.2026</ref><ref>[https://ecipe.org/publications/reinventing-europes-single-market-align-ideals-and-action/ Reinventing Europe’s Single Marktet: A Way Forward to Align Ideals and Action], epice.org vom Juni 2024, abgerufen am 26.08.2026</ref> Eine Folge könnte das Sozialdumping sein.
            
===2023/24 Gemeinsame Lobbyaktivitäten mit der Confederation of Swedish Enterprise/Initiative Europe Unlocked===
        
        Am 8. März 2023 waren die Confederation of Swedish Enterprise und die Schwedische Ratspräsidentschaft Gastgeberinnen eines Seminars in der Ständigen Vertretung Schwedens bei der EU.<ref>[https://www.svensktnaringsliv.se/english/high-level-seminar-on-competitiveness-together-with-the-swedish-p_1196732.html High level seminar on competitiveness - together with the Swedish Presidency of the EU], svensktnaringliv.se, abgerufen am 24.08.2026</ref> Thema war die langfristige Wettbewerbsfähigkeit mit dem Fokus auf "a compass for competitiveness”. Zu den Teilnehmer:innen gehörten Christian Danielsson, Staatssekretär beim schwedischen Minister für EU-Angelegenheiten, Elisa Roller, Direktorin beim Generalsekretariat der EU-Kommission, Eva-Maria Poptcheva (MEP/Renew Europe ) und Rasmus Ablidgaard Kristensen, Lobbyist beim dänischen Unternehmen  Danfoss. Auf dem Seminar präsentierte Frederik Erixon von ECIPE die wesentlichen Erkenntnisse des Berichts “A competitiveness for the EU”, den EPICE  im Auftrag der Confederation of Swedish Enterprise erstellt hat, und dessen Empfehlungen als Diskussionsgrundlage dienten.
        

        Am 14. Mai 2024 organisierte ECIPE gemeinsam mit der von der Confederation of Swedish Enterprise gegründeten [https://pr.euractiv.com/?q=pr/new-business-initiative-forms-push-open-and-competitive-markets-eu-256691 Initiative Europe Unlocked], die sich für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit einsetzt, eine Konferenz mit dem Thema „Trading Up: How EU Trade Policy Can Lead to Better Market Access and More Resilient Sourcing.” Den Hauptvortrag hielt Sabine Weyand, Generaldirektorin bei der Generaldirektion Handel der EU-Kommission. Erik van der Marel, Chefökonom von EPICE, moderierte eine Podiumsdiskussion mit Pascal Kerneis, Geschäftsführer des [[European Services Forum]] (ESF), Grainne O’Carroll, Trade Counsellor bei der Ständigen Vertretung Irlands bei der EU und Frederik Erixon von ECIPE.
        

        Die EU-Kommisssion gab später bekannt: „To ensure that European businesses can thrive in the global marketplace and to deliver sustainable prosperity for all people in the EU, the Commission is placing competitiveness at the heart of its economic agenda.“<ref>[https://commission.europa.eu/topics/competitiveness_en Competitiveness], commissopn.europa.eu, abgerufen am 23.08.2026</ref> An anderer Stelle wird zur Agenda der Wettbewerbsfähigkeit erläutert: „Signed by the European Parliament, the Council of the EU and the European Commission, the roadmap sets out concrete actions and targets for agreements, at the latest by end 2027, that will boost Europe’s economic growth.“ <ref>[https://commission.europa.eu/document/5445de81-9481-4335-9902-9756159ba614_en One Europe, One Market Roadmap of the European Parliament, the Council of the EU and the European Commission], commission.europa.eu vom 24.04.2026, abgerufen am 23.08.2026</ref>
        

        === 2016: Angriffe gegen dieKritik an der Anti-TTIP/CETA-Bewegung ===
        
        Mit einer im September 2016 veröffentlichten Studie [http://ecipe.org/app/uploads/2016/09/2016_09_01_Pferde-und-Reiter-in-den-Protest-Kampagnen-um-TTIP-ECIPE-Policy-Brief_To_Go_rev-.pdf „Pferd(e) und Reiter in den Protest-Kampagnen um TTIP in Deutschland und Europa“], äußert Autor [[Matthias Bauer]], Senior Economist bei ECIPE, scharfe Kritik gegenüber der deutschen Medienberichterstattung hinsichtlich der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Anhand datenbasierter Rechercheergebnisse könne nachgewiesen werden, dass die Deutungshoheit über CETA und TTIP in der deutschen Politik zu Gunsten der Abkommensgegner ungleich verteilt sei. Matthias Bauer spricht weiter von einer „professionell orchestrierten Desinformationskampagne,  die bereits vor der Eröffnung der TTIP-Verhandlungen von langjährig supervernetzten Politikern und erfahrenen Kampagnenmanagern verschiedener zivilgesellschaftlicher, umweltpolitischer und kirchlicher Organisationen professionell in Gang gesetzt wurde.“
        

        In polemischer Weise wird den politischen Parteien [[Die Linke|DIE LINKE]], [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]] sowie der [[SPD]] unterstellt, insbesondere im Hinblick auf den Bundestagswahlkampf 2017 TTIP-Gegener zu mobilisieren und gemeinsam mit ihren Stiftungen in den vergangenen 3 Jahren „mehrere Millionen Euro in offensiv beworbene Protestkampagnen“ investiert zu haben. Dabei handele es sich um Aktionen, die sich „gegen moderne, diskriminierungsfreie und vor allem politisch bestimmte Globalisierungsregeln richteten."
        

        Im selben Atemzug vergleicht Bauer die Anti-TTIP-Bewegung mit der rechtsgerichteten Pegida-Bewegung. Genau wie diese bedienten sich die Abkommensgegner einer selektiven und simplizifierenden Sprache. Diese diene dazu, „empirisch erwiesene Fakten mittels Spekulationen und gezielt verbreiteten Mythen“ zu verschleiern. In diesem Zusammenhang rät ECIPE, den Stimmen der Abkommenskritiker kein allzu großes Gehör zu schenken.<ref>[http://esharp.eu/debates/external-action/time-to-challenge-german-based-anti-ttip-propaganda-organisations  Esharp: External Action]
        
        Time to challenge (German-based) anti-TTIP propaganda organisations, Matthias Bauer, September 2016, abgerufen am 12.10.2016</ref>
        

        == Organisationsstruktur und Personal ==
        
        ===Gründer===
        
        [https://www.bloomsbury.com/us/author/fredrik-erixon/ Frederik Erixon], Direktor:
        
        * 2010 von der Financial Times als einer der 30 einflussreichsten Personen in Brüssel ausgezeichnet
        
        * ehem. Berater der britischen Regierung und Chedökonom bei der schwedischen wirtschaftsliberalen Denkfabrik [https://timbro.se/in-english/ Timbro], die Mitglied von [[EPICENTER]] ist<ref>[https://www.martenscentre.eu/article-author/fredrik-erixon/ Frederrik Erixon], martenscentre.eu, abgerufen am 23.08.2026</ref>
        
        * Berater verschiedener Regierungen in und außerhalb von Europa
        
        * arbeitete als Ökonom für die [[Weltbank]] und [[JP Morgan]]
        

        [https://ecipe.org/person/razeen-sally/ Razeen Sally, ehem. Direktor]:
        
        * Professor an der Lee Kuan Yew School of Public Policy an der National University of Singapore
        
        * Vorsitzender des [[Institute of Policy Studies]] in Sri Lanka
        
        * Mitglied der [[Mont Pelerin Society]]
        
        *Hayek-Medaillenträger 2011 der  [[Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft]]
        
        * Tätigkeiten als forschendes und beratendes Mitglied in verschiedenen Think Tanks in den USA, Europa, Asien und Afrika
        

        ===Lenkungsausschuss===
        
        Vorsitzender des „Steering Committee“ ist [https://ecipe.org/person/patrick-messerlin/ Patrick Messerlin], em. Professor für Volkswirtschaft am Sciences Po in Paris und Politikberater
        

        ===Kuratorium===
        
        Die Mitglieder des Kuratoriums sind [https://ecipe.org/about-us/people/ hier] abrufbar. Vorsitzende ist [https://www.trilateral.org/people/maria-rankka/ Maria Rankka], Vizepräsidentin von Business Development Takura/Stockholm,  Mitglied der Trilateralen Kommission,  ehem. CEO der Stockholmer Handelskammer, ehem. Geschäftsführerin der liberalen schwedischen Denkfabrik [https://timbro.se/in-english/ Timbro], die Mitglied von [[EPICENTER]] ist.
        

        ===Beirat===
        
        Die Mitglieder des Advisory Board sind [https://ecipe.org/about-us/people/ hier] abrufbar. Zu ihnen gehören:
        
        *Claude Barfield, Direktorin beim American Enterprise Institute
        
        *Christopher Roberts, Covington & Burlin/European Service Forum
        
        *Brink Lindsey, Vizepräsidentin des [[Cato Institute]]
        
        *Rolf J. Langhammer, ehem. Vizepräsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft
        

        == Finanzen ==
        
        Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben; das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE|, lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref> Großspender sind: The Free Enterprise Foundation 250 Tsd. Euro, Confederation of Swedish Enterprise 120 Tsd. Euro. Die [[Swedish Free Enterprise Foundation]]  ist 2003 von der [[Confederation of Swedish Enterprise]] (Dachverband von schwedischen Arbeitgeber- und Industrieverbänden) und dem "Näringslivets fond" (der Vorgängerorganisation der [[Swedish Free Enterprise Foundation]]) gegründet worden.<ref>[http://frittnaringsliv.se/the-swedish-free-enterprise-foundation/ Stiftelsen Fritt Näringsliv], frittnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016</ref><ref>[https://www.svensktnaringsliv.se/english/member/therefore-the-confederation-of-swedish-enterprise_566130.html Therefore, the Confederation of Swedish Enterprise], svensktnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016</ref>
        
2026 erhielt EPICE Fördermittel von OPEN AI für das Projekt "Recht auf KI".<ref>[https://openai.com/de-DE/index/new-policy-ideas-for-the-intelligence-age/ Neue politische Ideen für das Zeitalter der Intelligenz], op enai.com vom 17.08.2026, abgerufen am 26.08.2026</ref>
            
== Kurzdarstellung und Geschichte ==
        
        ECIPE wurde im Jahr 2006 von [[Razeen Sally]] und dem schwedischen Ökonom [[Frederik Erixon]] gegründet.
        

        {{spendenbanner}}
        

        == Einzelnachweise ==
        <references/>
        

        [[Kategorie:Think tank]]
        
        [[Kategorie:EU]]
        
        [[Kategorie:TTIP]]
        
        [[Kategorie:CETA]]
        
        [[Kategorie:Thinktank-EU]]
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== Lobbystrategien und Ziele ==
 
== Lobbystrategien und Ziele ==
ECIPE veröffentlicht regelmäßig forschungsorientierte Studien und Publikationen, in denen es die Vorteile internationaler Freihandelsabkommen betont. Somit versucht ECIPE gezielt Einfluss auf die politische und öffentliche Debatte zu nehmen und diese zur Befürwortung einer umfassenden Marktliberalisierung zu bewegen.
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ECIPE veröffentlicht regelmäßig forschungsorientierte Studien und Publikationen, in denen es die Vorteile internationaler Freihandelsabkommen betont. Damit versucht ECIPE gezielt Einfluss auf die politische und öffentliche Debatte zu nehmen und diese zur Befürwortung einer umfassenden Marktliberalisierung zu bewegen.
   
===Forschungsbereiche===
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Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 12,5  Lobbyist:innen (Vollzeitäquivalent) zu beschäftigen.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE], lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref> Das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro. Die Treffen mit Mitgliedern der EU-Kommission sind im EU-Transparenzregister abrufbar.
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==Co-Veranstalter des Europe Liberty Forum 2025: Atlas, EPICENTER und ECIPE==
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Am 22./23. Mai 2025 veranstalteten das [[Atlas Network]], [[EPICENTER ]] und EPICE das [https://www.atlasnetwork.org/articles/europe-liberty-forum-2025-brings-freedom-champions-to-brussels Europe Liberty Forum 2025]. Moderatoren waren Tom Palmer (Atlas), Adam Bartha (EPICENTER) und Frederik Erixon (ECIPE). Gemeinsame Aktivitäten von EPICE und dem Atlas Network gab es schon 2018: Sie veranstalteten ein „Think Tank Essential Training“ für 23 Organisationen.<ref>[https://www.atlasnetwork.org/articles/think-tank-essentials-training-builds-a-sense-of-community-among-european-partner-organizations THINK TANK ESSENTIALS TRAINING BUILDS A SENSE OF COMMUNITY AMONG EUROPEAN PARTNER ORGANIZATIONS], atlasnetwork.org vom 27.09.2018, abgerufen am 16.08.2026</ref>
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==Forschungsbereiche==
 
*[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=eu-single-market-institutions-and-governance EU Single Market, Institutions, and Governance]
 
*[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=eu-single-market-institutions-and-governance EU Single Market, Institutions, and Governance]
 
*[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=data-ai-and-emerging-technologies Data, AI and Emerging Technologies]
 
*[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=data-ai-and-emerging-technologies Data, AI and Emerging Technologies]
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*[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=innovation-ip-and-human-capital Innovation, IP and Human Capital]
 
*[https://ecipe.org/browse/?subj_subject=innovation-ip-and-human-capital Innovation, IP and Human Capital]
   
=== Programme===
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== Programme==
 
Es gibt die folgenden Programme:
 
Es gibt die folgenden Programme:
 
*[https://ecipe.org/new-globalisation/ New Globalisation]
 
*[https://ecipe.org/new-globalisation/ New Globalisation]
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*[https://ecipe.org/korea-project/ Korea Project]
 
*[https://ecipe.org/korea-project/ Korea Project]
   
==Aktivitäten in Brüssel==
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== Fallbeispiele und Kritik==
Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben und 12,5  Lobbyist:innen (Vollzeitäquivalent) zu beschäftigen.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE], lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref> Das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro. Die Treffen mit Mitgliedern der EU-Kommission sind im EU-Transparenzregister abrufbar.
+
===2026: Projekt "Recht auf KI"===
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2026 erhielt EPICE Fördermittel von OPEN AI., um zu untersuchen, wie ein breiterer Zugang zu KI und das Eigentum an produktiven Vermögenswerten Menschen helfen könnten, auch bei zunehmender technologischer Leistungsfähigkeit am Wirtschaftsleben teilzuhaben. <ref>[https://openai.com/de-DE/index/new-policy-ideas-for-the-intelligence-age/ Neue politische Ideen für das Zeitalter der Intelligenz], op enai.com vom 17.08.2026, abgerufen am 26.08.2026</ref> Das Projekt wird einen praxistauglichen Rahmen für ein „Recht auf KI“ entwickeln und verschiedene Modelle vergleichen, darunter Belegschaftseigentum, Bürgerinvestitionen, pensionsbasiertes Eigentum, gesellschaftliche Vermögensfonds und die Beteiligung an geistigem Eigentum. Es wird einen Abschlussbericht, kürzere Analysen und ein öffentliches Webinar erstellen.
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===2025: Befürworter des „28th Regime“===
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Laut Corporate Europe Observatory ist EPICE ein lautstarker Befürworter des [[28th Regime]], einem Plan der EU, der es Unternehmen ermöglichen könnte, strenge EU-Regeln im Steuer- und Arbeitsrecht zu umgehen.<ref>[https://corporateeurope.org/en/2025/09/social-dumping-disaster-eus-28th-regime A social dumping disaster? EU’s ‘ 28th Regime’ plans could help corporations bypass member state rules], corporateeurope.org vom 05.09.2025, abgerufen am 25.08.2026</ref><ref>[https://ecipe.org/publications/reinventing-europes-single-market-align-ideals-and-action/ Reinventing Europe’s Single Marktet: A Way Forward to Align Ideals and Action], epice.org vom Juni 2024, abgerufen am 26.08.2026</ref> Eine Folge könnte das Sozialdumping sein.
   
== Fallbeispiele und Kritik ==
 
 
===2023/24 Gemeinsame Lobbyaktivitäten mit der Confederation of Swedish Enterprise/Initiative Europe Unlocked===
 
===2023/24 Gemeinsame Lobbyaktivitäten mit der Confederation of Swedish Enterprise/Initiative Europe Unlocked===
 
Am 8. März 2023 waren die Confederation of Swedish Enterprise und die Schwedische Ratspräsidentschaft Gastgeberinnen eines Seminars in der Ständigen Vertretung Schwedens bei der EU.<ref>[https://www.svensktnaringsliv.se/english/high-level-seminar-on-competitiveness-together-with-the-swedish-p_1196732.html High level seminar on competitiveness - together with the Swedish Presidency of the EU], svensktnaringliv.se, abgerufen am 24.08.2026</ref> Thema war die langfristige Wettbewerbsfähigkeit mit dem Fokus auf "a compass for competitiveness”. Zu den Teilnehmer:innen gehörten Christian Danielsson, Staatssekretär beim schwedischen Minister für EU-Angelegenheiten, Elisa Roller, Direktorin beim Generalsekretariat der EU-Kommission, Eva-Maria Poptcheva (MEP/Renew Europe ) und Rasmus Ablidgaard Kristensen, Lobbyist beim dänischen Unternehmen  Danfoss. Auf dem Seminar präsentierte Frederik Erixon von ECIPE die wesentlichen Erkenntnisse des Berichts “A competitiveness for the EU”, den EPICE  im Auftrag der Confederation of Swedish Enterprise erstellt hat, und dessen Empfehlungen als Diskussionsgrundlage dienten.
 
Am 8. März 2023 waren die Confederation of Swedish Enterprise und die Schwedische Ratspräsidentschaft Gastgeberinnen eines Seminars in der Ständigen Vertretung Schwedens bei der EU.<ref>[https://www.svensktnaringsliv.se/english/high-level-seminar-on-competitiveness-together-with-the-swedish-p_1196732.html High level seminar on competitiveness - together with the Swedish Presidency of the EU], svensktnaringliv.se, abgerufen am 24.08.2026</ref> Thema war die langfristige Wettbewerbsfähigkeit mit dem Fokus auf "a compass for competitiveness”. Zu den Teilnehmer:innen gehörten Christian Danielsson, Staatssekretär beim schwedischen Minister für EU-Angelegenheiten, Elisa Roller, Direktorin beim Generalsekretariat der EU-Kommission, Eva-Maria Poptcheva (MEP/Renew Europe ) und Rasmus Ablidgaard Kristensen, Lobbyist beim dänischen Unternehmen  Danfoss. Auf dem Seminar präsentierte Frederik Erixon von ECIPE die wesentlichen Erkenntnisse des Berichts “A competitiveness for the EU”, den EPICE  im Auftrag der Confederation of Swedish Enterprise erstellt hat, und dessen Empfehlungen als Diskussionsgrundlage dienten.
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Die EU-Kommisssion gab später bekannt: „To ensure that European businesses can thrive in the global marketplace and to deliver sustainable prosperity for all people in the EU, the Commission is placing competitiveness at the heart of its economic agenda.“<ref>[https://commission.europa.eu/topics/competitiveness_en Competitiveness], commissopn.europa.eu, abgerufen am 23.08.2026</ref> An anderer Stelle wird zur Agenda der Wettbewerbsfähigkeit erläutert: „Signed by the European Parliament, the Council of the EU and the European Commission, the roadmap sets out concrete actions and targets for agreements, at the latest by end 2027, that will boost Europe’s economic growth.“ <ref>[https://commission.europa.eu/document/5445de81-9481-4335-9902-9756159ba614_en One Europe, One Market Roadmap of the European Parliament, the Council of the EU and the European Commission], commission.europa.eu vom 24.04.2026, abgerufen am 23.08.2026</ref>
 
Die EU-Kommisssion gab später bekannt: „To ensure that European businesses can thrive in the global marketplace and to deliver sustainable prosperity for all people in the EU, the Commission is placing competitiveness at the heart of its economic agenda.“<ref>[https://commission.europa.eu/topics/competitiveness_en Competitiveness], commissopn.europa.eu, abgerufen am 23.08.2026</ref> An anderer Stelle wird zur Agenda der Wettbewerbsfähigkeit erläutert: „Signed by the European Parliament, the Council of the EU and the European Commission, the roadmap sets out concrete actions and targets for agreements, at the latest by end 2027, that will boost Europe’s economic growth.“ <ref>[https://commission.europa.eu/document/5445de81-9481-4335-9902-9756159ba614_en One Europe, One Market Roadmap of the European Parliament, the Council of the EU and the European Commission], commission.europa.eu vom 24.04.2026, abgerufen am 23.08.2026</ref>
   
=== 2016: Angriffe gegen die Anti-TTIP/CETA-Bewegung ===
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=== 2016: Kritik an der Anti-TTIP/CETA-Bewegung ===
 
Mit einer im September 2016 veröffentlichten Studie [http://ecipe.org/app/uploads/2016/09/2016_09_01_Pferde-und-Reiter-in-den-Protest-Kampagnen-um-TTIP-ECIPE-Policy-Brief_To_Go_rev-.pdf „Pferd(e) und Reiter in den Protest-Kampagnen um TTIP in Deutschland und Europa“], äußert Autor [[Matthias Bauer]], Senior Economist bei ECIPE, scharfe Kritik gegenüber der deutschen Medienberichterstattung hinsichtlich der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Anhand datenbasierter Rechercheergebnisse könne nachgewiesen werden, dass die Deutungshoheit über CETA und TTIP in der deutschen Politik zu Gunsten der Abkommensgegner ungleich verteilt sei. Matthias Bauer spricht weiter von einer „professionell orchestrierten Desinformationskampagne,  die bereits vor der Eröffnung der TTIP-Verhandlungen von langjährig supervernetzten Politikern und erfahrenen Kampagnenmanagern verschiedener zivilgesellschaftlicher, umweltpolitischer und kirchlicher Organisationen professionell in Gang gesetzt wurde.“
 
Mit einer im September 2016 veröffentlichten Studie [http://ecipe.org/app/uploads/2016/09/2016_09_01_Pferde-und-Reiter-in-den-Protest-Kampagnen-um-TTIP-ECIPE-Policy-Brief_To_Go_rev-.pdf „Pferd(e) und Reiter in den Protest-Kampagnen um TTIP in Deutschland und Europa“], äußert Autor [[Matthias Bauer]], Senior Economist bei ECIPE, scharfe Kritik gegenüber der deutschen Medienberichterstattung hinsichtlich der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Anhand datenbasierter Rechercheergebnisse könne nachgewiesen werden, dass die Deutungshoheit über CETA und TTIP in der deutschen Politik zu Gunsten der Abkommensgegner ungleich verteilt sei. Matthias Bauer spricht weiter von einer „professionell orchestrierten Desinformationskampagne,  die bereits vor der Eröffnung der TTIP-Verhandlungen von langjährig supervernetzten Politikern und erfahrenen Kampagnenmanagern verschiedener zivilgesellschaftlicher, umweltpolitischer und kirchlicher Organisationen professionell in Gang gesetzt wurde.“
   
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== Finanzen ==
 
== Finanzen ==
Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben; das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE|, lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref> Großspender sind: The Free Enterprise Foundation 250 Tsd. Euro, Confederation of Swedish Enterprise 120 Tsd. Euro. Die [[Swedish Free Enterprise Foundation]] ist 2003 von der [[Confederation of Swedish Enterprise]] (Dachverband von schwedischen Arbeitgeber- und Industrieverbänden) und dem "Näringslivets fond" (der Vorgängerorganisation der [[Swedish Free Enterprise Foundation]]) gegründet worden.<ref>[http://frittnaringsliv.se/the-swedish-free-enterprise-foundation/ Stiftelsen Fritt Näringsliv], frittnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016</ref><ref>[https://www.svensktnaringsliv.se/english/member/therefore-the-confederation-of-swedish-enterprise_566130.html Therefore, the Confederation of Swedish Enterprise], svensktnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016</ref>
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Im europäischen Transparenzregister gibt EPICE an, 2024/25 ca. 450 Tsd. Euro für Lobbyarbeit auszugeben; das Gesamtbudget beträgt 980 Tsd. Euro.<ref>[https://www.lobbyfacts.eu/datacard/european-centre-for-international-political-economy?rid=954230536257-09 EPICE|, lobbyfacts.eu vom 03.11.2025, abgerufen am 23.08.2026</ref> Großspender sind: The Free Enterprise Foundation 250 Tsd. Euro, Confederation of Swedish Enterprise 120 Tsd. Euro. Die Swedish Free Enterprise Foundation  ist 2003 von der Confederation of Swedish Enterprise (Dachverband von schwedischen Arbeitgeber- und Industrieverbänden) und dem "Näringslivets fond" (der Vorgängerorganisation der Swedish Free Enterprise Foundation) gegründet worden.<ref>[http://frittnaringsliv.se/the-swedish-free-enterprise-foundation/ Stiftelsen Fritt Näringsliv], frittnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016</ref><ref>[https://www.svensktnaringsliv.se/english/member/therefore-the-confederation-of-swedish-enterprise_566130.html Therefore, the Confederation of Swedish Enterprise], svensktnaringsliv.se, abgerufen am 07.11.2016</ref>
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2026 erhielt EPICE Fördermittel von OPEN AI für das Projekt "Recht auf KI".<ref>[https://openai.com/de-DE/index/new-policy-ideas-for-the-intelligence-age/ Neue politische Ideen für das Zeitalter der Intelligenz], op enai.com vom 17.08.2026, abgerufen am 26.08.2026</ref>
   
 
== Kurzdarstellung und Geschichte ==
 
== Kurzdarstellung und Geschichte ==

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