REPUBLIK 21
| Denkfabrik R21 | |
|---|---|
| Hauptsitz | Baiersburger Straße 25, München |
| Gründung | |
| Tätigkeitsbereich | Denkfabrik |
| Mitarbeiter | |
| Etat | |
| Webadresse | denkfabrik-r21.de |
Die Denkfabrik R21 bezeichnet sich als Thinktank für neue bürgerliche Politik, der sich für einen schlanken Staat und einen weltoffenen Patriotismus einsetzt.[1] Als vermeintliche Gefahren werden genannt: Woke Identitätspolitik, ausufernder Sozialstaat und Regulierungen. Der Vorsitzende Andreas Rödder hat Verständnis für den Kulturkampf der MAGA-Bewegung, lehnt eine Brandmauer gegenüber AfD ab und plädiert sogar dafür, im Falle einer CDU-Minderheitsregierung mit ihr abzustimmen.[2][3] Zu den Akteuren der Denkfabrik gehören rechtskonservative und libertäre CDU- und FDP-Politiker.
Inhaltsverzeichnis
Verhältnis zur AfD
Der Vorsitzende Rödder lehnt eine Brandmauer gegenüber der AfD ab und plädiert sogar dafür, im Falle einer Minderheitsregierung mit ihr abzustimmen.[4] Problematisch wäre es erst, wenn sich die CDU offiziell von der AfD tolerieren ließe und dafür Absprachen eingehen würde; das wäre eine rote Linie.[5] Nach massiver Kritik aus der CDU an dieser Position hat er im September 2023 den Vorsitz der Grundwertekommission der CDU niedergelegt. In einem Brief an den Parteivorsitzenden Merz erklärte Rödder, Merz habe "deutlich gemacht, dass ich mich zwischen meiner intellektuellen Freiheit und der Leitung der Grundwertekommission entscheiden müsse“.[6] Im Februar 2025 sprach sich Rödder dagegen aus, die AfD hinter einer Brandmauer zu "quarantänisieren".[7]
Das Beiratsmitglied Marie-Christine Ostermann ist Präsidentin des Verbands Die Familienunternehmer. Anfang Oktober 2025 hat der Verband zu seinem parlamentarischen Abend auch Leif-Erik Holm, den wirtschaftspolitischen Sprecher der AfD-Fraktion, eingeladen.[8] Albrecht von der Hagen, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, soll dort laut Süddeutscher Zeitung gesagt haben: „Diese Brandmauer zur AfD – auch auf Bundesebene, die von den meisten Verbänden bislang aufrechterhalten wurde – hat nichts gebracht. Wir verabschieden uns von den Brandmauern.“ [9] Ostermann habe eine Mail an die Mitglieder versandt, in der es heiße: „Diskutieren heißt nicht akzeptieren. Dämonisierung der AfD ist gescheitert. Extremisten in der Sache stellen.“ Nach scharfer Kritik und dem Austritt von Mitgliedsunternehmen hat der Verband seine Haltung zur AfD korrigiert. "Wir müssen andere Wege der Auseinandersetzung finden, wie wir der AfD kritisch begegnen und gleichzeitig deutlich machen können, wofür wir stehen." ,sagte Ostermann.[10] Auch durch Äußerungen der Partei sei der falsche Eindruck entstanden, dass man die Partei stärken wolle.[11]
Stefan Kooths, Mitglied des R21-Expertenrats für Klima und Energie, ist Vorsitzender der libertären Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft, die der AfD nahe steht.
Klima/Umwelt
In den Eckpfeilern bürgerlicher Klima- und Energiepolitik Juni 2024 heißt es: „Statt Vorgaben, Subventionen und Verbote sollten vornehmlich Preissignale die CO2-Reduktion senken […] Das Reformdreieck einer bürgerlichen Klima- und Energiepolitik ist marktwirtschaftlich, technologieoffen und international koordiniert.“ Unter Technologieoffenheit wird auf Kernkraft, Fracking und Carbon Capture and Storage (CSS) verwiesen. Vorgaben und Verbote etwa für den EU-Flottenverbrauch, die Energieeffizienz, die öffentliche Beschaffung oder den Ausbau und die Einspeisung von Erneuerbaren Energien sollten deutlich heruntergefahren werden.
Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt, beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bezweifelt, dass der Markt im Grunde alles regelt, und illustriert die Notwendigkeit gesetzlicher Rahmenbedingungen am Beispiel Heizungsgesetz: „Wenn unklar bleibt, wann Gasnetze stillgelegt werden, können weder Netzbetriebe noch Kommunen noch Immobilienbesitzende vernünftig planen. Investitionen werden aufgeschoben oder in die falsche Richtung getätigt. Die verbliebene Gaskundschaft zahlt explodierende Netzentgelte. Stranded Assets in Milliardenhöhe entstehen, die am Ende alle bezahlen müssen. Das ist kein freier Markt; das ist Marktversagen“.[12] Das Mantra der Technologieoffenheit werde vorgeschoben, um emissionsintensive Verfahren bei Verbrennungsmotoren genauso wie bei Kraftwerken oder der Stahlproduktion möglichst lange offenzuhalten.[13]
Die folgenden Akteure haben - jedenfalls früher - klimaskeptische Postionen vertreten:
Das Beiratsmitglied Ulrike Ackermann vertrat 2011 in der NZZ in einem Artikel mit der Überschrift „Paternalismus und Ökodiktatur“ die folgenden Thesen: „Den Primat der Politik über die Ökonomie wollen EU-Bürokratie, die europäischen Regierungschefs und ihre Finanzminister durchsetzen. Das Heil sehen sie in noch mehr zentraler Planung, Lenkung, Egalisierung und Vereinheitlichung […]Unschwer lassen sich in der grünen Programmatik altbekannte Denkfiguren wiederfinden. Paternalismus, Egalitarismus und Etatismus sind Restbestände linker wie rechter Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts, mit denen wir offensichtlich bis heute zu kämpfen haben. Gemeinsam ist ihnen, die Menschen erziehen und sie, wenn nötig, zu ihrem Glück zwingen zu wollen. In modernem Gewande, verbunden mit Kapitalismus- und Wachstumskritik, ist die Ökologie die neue Heilslehre geworden, die erlösen soll von allen Übeln und an der die Menschheit genesen soll […] Ideologische Schützenhilfe erhalten die Grünen vom Wissenschaftlichen Beirat der deutschen Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Mit einem neuen Gesellschaftsvertrag will das Gremium die grosse ökologische Transformation in eine kernkraft- und kohlefreie Weltwirtschaft auf den Weg bringen. Garant soll der starke, gestaltende Staat sein, der für die «gesellschaftliche Problematisierung» nicht nachhaltiger Lebensstile sorgt. Klimaschutz soll allgemeines Staatsziel werden […] Politisch unkorrekten Freiheitsliebenden als auch heute noch zu schützender Minderheit sei doch dann auch das Schmähwort der «Ökodiktatur» für derartige Ansinnen gestattet.[14]
Experte Alexander Eisenkopf stellte sich 2016 -gemeinsam mit einem Kollegen - in einem Minderheitenvotum gegen Vorschläge des Wissenschaftlichen Beirats des Verkehrsministeriums und suggerierte dabei Zweifel am menschengemachten Klimawandel, indem sie den anthropogenen Treibhausefffekt als gering einschätzten.[15] Um ihre Aussagen zu untermauern, nutzen Eisenkopf und Knorr zudem Quellen des populären Klimaskeptikers Gerd Ganteför und des Klimaleugnerinstituts (EIKE). Prof. Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimfaforschung postete: „Was diese beiden Wissenschaftler dort schreiben ist haarstreuender Klimaskeptikerquatsch, und die zitierten Quellen sind entsprechend auch nicht die klimawissenschaftliche Fachliteratur“.[16]
Stefan Kooths, Mitglied des R21-Expertenrats für Klima und Energie, hat selbst den menschengemachten Klimawandel nicht infrage gestellt. Er ist jeoch Vorsitzender der libertären Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft, die Leugnern des menschengemachten Klimawandels sowie Gegnern der ökologischen Energiewende ein Forum bietet. Folgende Mitglieder der Hayek-Gesellschaft wirken beim Klimaleugner-Institut EIKE mit: Holger Thuß ist Präsident von EIKE; Michael Limburg ist Vizepräsident von EIKE; Wolfgang Müller ist Generalsekretär von EIKE. Auf der neunten Konferenz der Monatsschrift eigentümlich frei (EF), wo sich libertäre und rechtsgerichtete Organisationen vernetzen, übernahm Carlos A. Gebauer, Stellv. Vorsitzender und Justiziar der Hayek-Gesellschaft sowie Vorsitzender des neu gegründeten Javier Milei Instituts, die Moderation. Zu den Referenten gehörten:
- Gerd Habermann, Ehrenvorsitzender der Hayek-Gesellschaft
- Alexander Kissler, Redakteur bei Nius
- Markus Krall, Vorstandsvorsitzender der Atlas-Initiative
- Dirk Maxeiner, Gründungsherausgeber der Achse des Guten
- Thorsten Polleit , Präsident von Mises Deutschland
- Holger Thuß, Präsident von EIKE und Policy Expert des Heartland Institute[17]
Kernkraft
Thema der Anschaltkonferenz für Kernkraftwerke 2025 war die Möglichkeit einer Wiederinbetriebnahme mehrerer deutscher AKW. Laut Tagungsbericht forderten die Teilnehmer, zu denen Kristina Schröder und Veronika Wendland von R21 gehörten, die Reaktivierung deutscher Kernkraftwerke[18] Organisiert wurde die Konferenz von der Lobbyorganisation Nuklearia und der Radiant Energy Group, einer Strategieberatung mit Sitz in Chicago, die Demonstrationen gegen den Atomausstieg organisierte[19], und Mitglied im Verband World Nuclear Association ist. Gründer und Direktor ist Mark Nelson, der beabsichtigt, das deutsche Volk davon zu überzeugen, die Entscheidung zur Stilllegung der Kernkraftwerke des Landes rückgängig zu machen.[20] Die Investmentfirma O'Shaughnessy Ventures LLC (OSV) hat Nelson zum Fellow ernannt, was mit einer Zuwendung von 100.000 Dollar und dem Zugang zum OSV Netzwerk von Gründern, Investoren und Experten verbunden ist.[21] Zu den Referenten gehörte auch Martin Pache, Managing Director von Westinghouse Electric Germany, und Mitglied des Vorstands des Branchenverbands Kerntechnik Deutschland, der sich laut Lobbyregister für die „Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken, Wiedereinstieg in Kernenergienutzung“ einsetzt.“[22]
Der Klimabeirat Hamburg, der den Hamburger Senat berät, kam in einer im Juli 2025 veröffentlichten Studie zum Ergebnis: „Immer wieder wird die Nutzung der Atomenergie als Lösung für eine klimaneutrale Energieerzeugung diskutiert. Der Klimabeirat Hamburg weist Forderungen nach einem Wiedereinsiteg in die Nutzung der Atomenergie entschieden zurück. Ein Wiedereinstieg in die Atomenergie ist klima- und umweltpolitisch falsch sowie volkswirtschaftlich und energiewirtschaftlich nicht begründet."
Kampagne gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Das Beiratsmitglied Eric Gujer, Chefredakteur der NZZ, nannte den ÖRR „verrottet“ und fragt die Unions-Politiker, die sich in den vergangenen Wochen kritisch über den Umgang des NDR mit der BR-Reporterin Julia Ruhs äußerten, warum sie so lange zur „Verwandlung des öffentlichrechtlichen Rundfunks in eine rot-grüne Propagandamaschine“ geschwiegen und ob sie „in den letzten Jahre geschlafen oder in einem anderen Land gelebt“ hätten.[23] Nach Recherchen von ÜBERMEDIEN stimmt keines der drei genannten Beispiele. Es sei in jedem Fall ein bisschen ironisch: „All diese Halbwahrheiten und Verdrehungen stehen in einem Text, der ARD und ZDF „Halbwahrheiten und Verdrehungen“ vorwirft. Gujer fordert in einem zutiefst unseriösen Artikel eine „seriöse rundfunkpolitische Debatte“. Er meint, die Union dürfe das Thema nicht den „schrecklichen Vereinfachern von der Union überlassen“ und vereinfacht es schrecklich, indem er etwa dem ZDF vorwirft, es „generell (!) mit der Wahrheit nicht so genau“ zu nehmen.[24]
Vorstand
Der Vorstand besteht aus
- Andreas Rödder (Leiter), ehem. Vorsitzender der CDU-Grundwertekommission[25], Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mitglied im Vorstand der Konrad-Adenauer-Stiftung, Präsident der Stresemann-Gesellschaft
- Kristina Schröder (Stellv. Leiterin), selbständige Unternehmensberaterin, Publizistin und Kolumnistin bei der WELT, Botschafterin bei der INSM, Rednerin bei der Anschaltkonferenz für Kernkraftwerke 2025 (Organisatoren: Nuklearia und Radiant Energy Group), ehem. CDU-Politikerin (MdB, Bundesministerin für Familie) und Vorsitzende des Kuratoriums der Union Academy der CDU Hessen
- Harald Mosler (Finanzvorstand), selbständiger Rechtsanwalt, CEO der Apavari Software Europe GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kraft Baustoffe - Unternehmensgruppe[26], Mitglied im Bundesfachausschuss für Rechts- und Wettbewerbsfragen des Bundesverbands IVD Die Immobilien Unternehmer.[27]
Geschäftsführung
- Martin Hagen (Geschäftsführer), FDP-Politiker, ehem. Mitglied des FDP-Bundesvorstands, ehem. Landesvorsitzender der FDP Bayern. Wolfgang Kubicki, der die FDP zu einer rechtsliberalen Partei machen will, hat Hagen als Generalsekretär vorgeschlagen.[28]
- Danny Pichottka (Leiter des Hauptstadtbüros und Mitglied der Geschäftsführung)
Beirat
Die Mitglieder des Beirats sind hier abrufbar. Zu ihnen gehören:
- Ulrike Ackermann, Direktorin des John Stuart Mills Instituts für Freiheitsforschung, Expertin des Roman Herzog Instituts, das von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und den Arbeitgeberverbänden der bayerischen Metall- und Elektroindustrie finanziert wird, Mitglied des Strategischen Beirats von Die Familienunternehmer[29], Mitglied des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit
- Nikolaus von Bomhard, Aufsichtsratsvorsitzender der Munich Re AG und der Deutschen Post AG
- Eric Gujer, Chefredakteur der Neuen Zürcher Zeitung
- Sandra Kostner, Geschäftsführerin des Masterstudiengangs „Interkulturalität und Integration“ an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd, Vorsitzende des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit
- Johannes Marten, Gründer und Partner von KAIROS CEO-Consulting
- Marie-Christine Ostermann, Geschäftsführende Gesellschafterin der Rullko Großeinkauf GmbH & Co. KG und Präsidentin des Verbandes Die Familienunternehmer, ehem. Bundesschatzmeisterin der FDP NRW, ehem. Mitglied des Kuratoriums der Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft[30]
- Karl-Heinz Paqué, Professor für Volkswirtschaft an der Universität Magdeburg, FDP-Politiker, bis März 2026 Vorsitzender der Friedrich Naumann Stiftung, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutsche Stiftung Eigentum, Beiratsmitglied des Bundesverband mittelständische Wirtschaft
- Martin Wiesmann, Managing Partner bei der Lobbyorganisation Berlin Global Advisors GmbH
Experten
Die Experten sind hier abrufbar. Zu ihnen gehören
- Alexander Eisenkopf, Hochschullehrer an der Zeppelin Universität Friedrichshafen, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Wirtschaftsrat der CDU und des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen und ehem. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesvereinigung Logistik[31] und Autor des rechtslibertären Blogs „Achse des Guten“, Autor, [32]
- Manuel Frondel, Prof. für Energieökonomik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Uni Bochum, Leiter des Bereichs „Umwelt und Ressorcen beim Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Mitglied des Expertenrats von 4Pi Solutions, beteiligte sich an einer Kampagne der INSM und des RWI gegen die Förderung des Ökostroms. Seine Studien sind umstritten.[33] 2025 sah er Bundeswirtschaftsminister Habeck auf dem Weg in die Öko-Diktatur[34]
- Nils Hesse, Co-Gründer von DIE DEZENTRALE - Netzwerk für marktwirtschaftliche Kompetenz, Affiliated Fellow des Walter Eucken Institut, arbeitete als wirtschaftspolitischer Referent unter anderem im Bundeskanzleramt, Bundesverband der Deutschen Industrie, EU-Kommission und Bundeswirtschaftsministerium[35]
- Nathalie Mecklenburger, Geschäftsführende Gesellschafterin von Coroplast, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Familienunternehmen und Politik
Expertenrat für Klima und Energie
Die Mitglieder sind hier abrufbar. ZU ihnen gehören:
- Reinhold von Eben-Worlée, Geschäftsführender Gesellschafter der E.H. Worlée & Co. (GmbH & Co.) KG, Präsidiumsmitglied im Verband der Chemischen Industrie (VCI) und im Unternehmensverband AGA, ehem. Präsident des Verbands Die Familienunternehmer
- Manuel Frondel, Prof. für Energieökonomik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Uni Bochum, Leiter des Bereichs „Umwelt und Ressorcen beim Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Mitglied des Expertenrats von 4Pi Solutions, beteiligte sich an einer Kampagne der INSM und des RWI gegen die Förderung des Ökostroms. Seine Studien sind umstritten.[36] 2025 sah er Bundeswirtschaftsminister Habeck auf dem Weg in die Öko-Diktatur[37]
- Nils Hesse, Co-Gründer von DIE DEZENTRALE - Netzwerk für marktwirtschaftliche Kompetenz, Affiliated Fellow des Walter Eucken Institut, arbeitete als wirtschaftspolitischer Referent unter anderem im Bundeskanzleramt, Bundesverband der Deutschen Industrie, EU-Kommission und Bundeswirtschaftsministerium[38]
- Stefan Kooths, Direktor des Forschungszentrums Konjunktur und Wachstum beim Kieler Institut für Weltwirtschaft, Professor für Volkswirtschaft an der BSP Business and Law School, Vorsitzender der libertären Friedrich A. von Hayek - Gesellschaft, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Wirtschaftsrat der CDU[39] Präsident des Mittelstandswerks Internationaler Wirtschaftssenat, Referent bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion[40], Mitglied des Akademischen Beirats beim Liberales Institut Zürich, Mitgründer des Javier Milei Instituts, Mitglied der Mont Pelerin Society
- Veronika Wendland, Osteuropa- und Technikhistorikerin, wirbt seit Jahren für die Kernenergie, bis 2021 als Vorstandsmitglied von Nuklearia, Sie war Rednerin bei der Anschaltkonferenz für Kernkraftwerke 2025 (Organisatoren: Nuklearia und Radiant Energy Group). Letztere ist eine Strategieberatung mit Sitz in Chicago, die Demonstrationen gegen den Atomausstieg organisierte[41], und Mitglied im Verband World Nuclear Association ist. Gründer und Direktor ist Mark Nelson, der beabsichtigt, das deutsche Volk davon zu überzeugen, die Entscheidung zur Stilllegung der Kernkraftwerke des Landes rückgängig zu machen.[42] Die Investmentfirma O'Shaughnessy Ventures LLC (OSV) hat Nelson zum Fellow ernannt, was mit einer Zuwendung von 100.000 Dollar und dem Zugang zum OSV Netzwerk von Gründern, Investoren und Experten verbunden ist.[43]
- Joachim Weimann, (em.) Professor für Volkswirtschaftslehre an der Otto von Guericke Universität Magdeburg, dem 2020 von seinem heutigen Expertenrats-Kollegen Reinhold von Eben-Worlée, damals Präsident des Verbands Die Familienunternehmer, dessen Ordnungspolitischer Preis verliehen wurde.[44] Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. 2019 verfasste Weimann ein Kurzgutachten für Die Familienunternehmer zum Thema Die Zukunft der Klimapolitik. Er ist Autor des Podcasts Wirtschaftliche Freiheit. Prof. Christian Breyer hat ihm 2020 die wissenschaftliche Qualifikation abgesprochen und als Braunkohle-Sympathisanten bezeichnet[45]; Weimanns Entgegnung ist hier abrufbar.
2025 ist der Ordnungspolitische Preis des Verbands Die Familienunternehmer an die Mitglieder des Expertenrats für eine Veröffentlichung in der FAZ verliehen worden.[46]
Einzelnachweise
- ↑ Mission, denkfabrik-r21.de, abgerufen am 08.04.2026
- ↑ AfD kleinkriegen? „Sicher nicht, indem man sie hinter einer Brandmauer quarantänisiert, denkfabrik-r21.de vom 26.02.2026, abgerufen am 08.04.2026
- ↑ Umgang mit Rechtspopulisten, stern.de vom 19.09.2023, abgerufen am 08.04.2026
- ↑ Umgang mit Rechtspopulisten, stern.de vom 19.09.2023, abgerufen am 08.04.2026
- ↑ Umgang mit Rechtspopulisten, stern.de vom 19.09.2023, abgerufen am 08.04.2026
- ↑ Chef der Grundwertekommission tritt zurück, sueddeutsche.de vom 27.09.2023, abgerufen am 09.04.2026
- ↑ AfD kleinkriegen? „Sicher nicht, indem man sie hinter einer Brandmauer quarantänisiert, denkfabrik-r21.de vom 26.02.2026, abgerufen am 08.04.2026
- ↑ Wo verläuft die Brandmauer?, sueddeutsche.de vom 25.11.2025, abgerufen am 10.04.2026
- ↑ Wo verläuft die Brandmauer?, sueddeutsche.de vom 25.11.2025, abgerufen am 10.04.2026
- ↑ Familienverband ändert Umgang mit AfD, tagesschau.de vom 01.12.2025, abgerufen am 10.04.2026
- ↑ Klare Distanz zur AfD, familienunternehmer.eu, abgerufen am 01.12.2025
- ↑ Claudia Kemfert: Kurzschluss, Frankfurt/New York 2026, S. 101
- ↑ Claudia Kemfert: Kurzschluss, Frankfurt/New York 2026, S. 77
- ↑ Paternalismus und Ökodiktatur, mill-institut.de, abgerufen am 11.04.2026
- ↑ „Haarsträubender Klimaskeptikerquatsch“? Warum es Kritik am FDP-Gutachten zum Tempolimit gibt, rnd.de vom 01.03.2023, abgerufen am 12.04.2026
- ↑ „Haarsträubender Klimaskeptikerquatsch“? Warum es Kritik am FDP-Gutachten zum Tempolimit gibt, rnd.de vom 01.03.2023, abgerufen am 12.04.2026
- ↑ Policy Experts, hearland.org, abgerufen am 17.12.2025
- ↑ Anschalt-Konferenz: Reaktivierung deutscher AKW ist möglich, nuklearia.de vom 23.05.2025, abgerufen am 15.04.2026
- ↑ Atomkraft, ja gerne!, sueddeutsche.de vom 27.12.2021, abgerufen am 14.04.2026
- ↑ O'Shaughnessy Ventures Backs Energy Consultant Bringing Nuclear Power Back to Germany, prnewswire.com 10.05.2025, abgerufen am 14.04.2026
- ↑ O'Shaughnessy Ventures Backs Energy Consultant Bringing Nuclear Power Back to Germany, prnewswire.com 10.05.2025, abgerufen am 14.04.2026
- ↑ Kerntechnik Deutschland e.V., lobbyregister.bundestag.de, abgerufen am 15.04.2026
- ↑ NZZ Chefredakteur kämpft mit uralter „Nazi-Schlampe““ gegen ARD und ZDF, uebermedien.de vom 08.10.2025, abgerufen am 10.04.2025
- ↑ NZZ Chefredakteur kämpft mit uralter „Nazi-Schlampe““ gegen ARD und ZDF, uebermedien.de vom 08.10.2025, abgerufen am 10.04.2025
- ↑ Chef der Grundwertekommission tritt zurück, sueddeutsche.de vom 27.09.2023, abgerufen am 09.04.2026
- ↑ Dr. Harald Mosler, mosler-partner.com, abgerufen am 09.04.2026
- ↑ Dr. Harald Mosler, ivd.net, abgerufen am 09.04.2026
- ↑ Kubicki zwingt die Liberalen zur Richtungsentscheidung, sueddeutsche.de vom 07.4.2026, abgerufen am 09.04.2026
- ↑ Beiratsmitglieder, familienunternehmer.eu, abgerufen am 11.04.2026
- ↑ Friedrich A. von Hayek Gesellschaft, archivierte Seite von hayek.de, abgerufen am 10.04.2026
- ↑ Curriculum Vitae, zeppelin-university.com, abgerufen am 12.04.2026
- ↑ Autorenseite, achgut.com, abgerufen am 12.04.2026
- ↑ Was wurde aus Manuel Frondel und seiner Berechnung zur Solarstrom-Förderung?, brandeins,de, abgerufen am 12.03.2026
- ↑ Experte kritisiert Habecks Verbote: „Auf dem Weg in die Öko-Diktatur“, focus.de vom 13.03.2023, abgerufen am 12.04.20266
- ↑ Nils Hesse, eucken.de, abgerufen am 12.04.2026
- ↑ Was wurde aus Manuel Frondel und seiner Berechnung zur Solarstrom-Förderung?, brandeins,de, abgerufen am 12.03.2026
- ↑ Experte kritisiert Habecks Verbote: „Auf dem Weg in die Öko-Diktatur“, focus.de vom 13.03.2023, abgerufen am 12.04.20266
- ↑ Nils Hesse, eucken.de, abgerufen am 12.04.2026
- ↑ Wissenschaftlicher Beirat, wirtschaftsrat.de, abgerufen am 15.03.2026
- ↑ Wir hören zu/Gipfel der CDU/CSU-Fraktion, cducsu.de, abgerufen am 17.03.2024
- ↑ Atomkraft, ja gerne!, sueddeutsche.de vom 27.12.2021, abgerufen am 14.04.2026
- ↑ O'Shaughnessy Ventures Backs Energy Consultant Bringing Nuclear Power Back to Germany, prnewswire.com 10.05.2025, abgerufen am 14.04.2026
- ↑ O'Shaughnessy Ventures Backs Energy Consultant Bringing Nuclear Power Back to Germany, prnewswire.com 10.05.2025, abgerufen am 14.04.2026
- ↑ Ökonom Joachim Weimann erhält den Ordnungspolitischen Preis, familienunternehmer.eu vom 30.01.2020, abgerufen am 16.04.2026
- ↑ Gastbeitrag, hans-josef-fell.de vom 16.03.2020, abgerufen am 16.04.2026
- ↑ Familienunternehmer zeichnen herausragende Veröffentlichung zum Thema Ordnungspolitik aus - Verleihung des Ordnungspolitischen Preises 2025, familienunternehmer.eu vom 13.11.2025, abgerufen am 16.04.2026